Marketa Kolarova, Dipl.-Ing.(FH) Ing.
Diplomingenieurin Landschaftsarchitektur, freie Objektplanerin und Fachjournalistin

Artikel im Auftrag der Internationalen Gesellschaft für Umweltbildung e. V., 2006:

     
„Du machst die ganzen Regenwürmer kapuuuutt!!!“

Der erste Spatenstich beim Bau eines naturnahen Spielraums mag den Kindern manchmal überhaupt nicht ökologisch erscheinen, und sie weisen laut darauf hin. Die Umweltbildung hat ihren Einzug in die Kindergärten und Schulen geschafft, die meisten Kinder haben bereits gehört, dass sie Müll trennen und Wasser sparen sollen, und dass Bienen, Igel und Regenwürmer „total“ nützlich sind. Doch wirklich verständlich und nachhaltig ist jede theoretische Erklärung meistens erst dann, wenn man sie mit der Praxis verbinden kann. Die komplexen Zusammenhänge der ökologischen Theorie begreift man am besten, wenn man die einfachen Dinge bereits praktisch kennen gelernt hat. Die Umweltbildung muss deshalb Kindern auch die Möglichkeit bieten, die Umwelt zu erspüren und so eigene Erfahrungen zu sammeln. Intakte Natur ist insbesondere in den Großstädten sehr schwer oder kaum zu finden und die biologische Station nicht immer und für jedermann erreichbar. Daher kommt solchen Orten besondere Bedeutung zu, die speziell für Kinder und Jugendliche zum Spielen ausgewiesen sind: öffentlichen Spielplätzen, Schulhöfen und Kindergartenaußenanlagen. . . .

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Mit dem Zollstock über die Grenze

Stellen Sie sich vor, mitten in einem kleinen Dorf irgendwo im Ausland bleibt ihr Auto stehen, und Sie öffnen die Motorhaube. Oder Sie wollen auf einem international belegten Campingplatz Feuerholz hacken und sehen dabei nicht gerade geschickt aus. Wenn Sie eine ähnliche Situation schon einmal erlebt haben, wissen Sie, wie es weiter geht. Sofort finden sich Leute, die helfen wollen, die tatkräftig Hand anlegen oder Ratschläge geben. Es gibt keine bessere Methode der Völkerverständigung, denn sollte die gemeinsame Sprache fehlen, findet man in solchen Situationen sehr schnell mindestens ein paar gemeinsame Wörter. Verkcajk (Werkzeug), kaputt, mašina (Maschine) sind nur ein paar Beispiele aus einem deutsch-tschechischen Notdialog. Es gibt kaum etwas anderes, das Menschen einander so nahe bringt, wie zusammen an etwas zu arbeiten und dabei Probleme zu lösen.
Das Prinzip von internationalen Bauaktionen und Workcamps, bei denen naturnahe Spielräume von STADT + NATUR entstehen, ist genau dasselbe. Alle dürfen mitreden – vom Beginn der Planungsarbeiten bis zum letzten Hammerschlag.
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