Marketa Kolarova, Dipl.-Ing.(FH) Ing.
Diplomingenieurin Landschaftsarchitektur, freie Objektplanerin und Fachjournalistin
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Gestaltung des GrugaParkPlatzes
des Wahlpflichtfaches "Gartendenkmalpflege
/ Kulturlandschaftsschutz"
 
Betreuung: Dipl. - Ing. P. Köster
 
Gruppenarbeit: Agnes Schiebener und Marketa Kolarova
 
 
Aufgabenstellung:
Der Eingangsbereich des Grugaparks soll bis zur Alfredstraße und Norbertstraße erweitert werden. Dieser zu beplanende Vorplatz zum Haupteingang des Grugaparks in Essen-Rüttenscheid ist seit der Entstehung dieser Erholungsstätte vorhanden, jedoch kaum in die Planung des Parkgeländes integriert worden. Nun soll dieser Raum, der hauptsächlich zu Messezeiten als Parkplatz dient, so gestaltet werden, dass die Repräsentativität und vor allem die Aufmerksamkeit auf den Eingang des Grugaparks, die Grugahalle sowie auf die Messehallen erhöht wird. Aus Sicht des Denkmalschutzes ist ein sensibler Umgang mit prägenden Elementen vergangener Epochen geboten. Die Arbeit versucht, die Planungsaufgabe mit den denkmalpflegerischen Erfordernissen in Einklang zu bringen.
 
Analyse und Bewertung:
Die historische Analyse und denkmalpflegerische Dokumentation besteht aus einer Analyse der Entwicklung des Geländes zwischen 1929 und 1965, einer Beschreibung der städtebaulichen Entwicklung und einer Bewertung. Aufmerksam wurde auch nach typischen Merkmalen der einzelnen Planungsstile sowie ihren Besonderheiten gesucht. Auf dem Vorplatz der Grugahalle wurden dabei keine Elemente von gartendenkmalpflegerischer Bedeutung gefunden. Eine Bestandanalyse aus rein gartendenkmalpflegerischer Sicht schien aus diesem Grund nur bedingt relevant zu sein.

Für die erstmalige Gestaltung dieses bisher grünplanerisch vernachlässigten Parkplatzes wurde die formale Ausgestaltung des inneren Eingangsbereiches und die Gestaltungselemente des äußeren Eingangsbereiches von 1965 als Grundlage genommen.

Konzept:
Die schlechte Einsehbarkeit des Platzes von den Straßen aus und die besondere Art der Wahrnehmung durch Autofahrer erfordern eine prägnante Gestaltung mit hohem Wiedererkennungswert.
Das Prinzip der gerasterten Pflasterung, der rechteckigen Formen und der asymmetrischen Anordnung von 1965 wurde in der Gestaltung und in der Anlage der Pflanzenelemente integriert. Die Heckenstrukturen, die Staudenflächen, die Bäume sowie die Stellplatzflächen fügen sich in das Raster ein; dabei heben sich die Stellplatzflächen aus Rasensteinen durch den unterschiedlichen Belag von der übrigen Fläche ab.
Über den Parkplatz erstrecken sich zwei voneinander versetzte Baumblöcke, die durch unterschiedliche Kronenhöhen die Dachform der Grugahalle stilisieren. Um die Wirkung der Formen auch in Dunkelheit sichtbar zu machen, sollen die Bäume von unten angestrahlt werden.
Die nördliche Abgrenzung des Raumes bildet eine rotlaubige Baumreihe, die in einen aufgelösten Baumblock übergeht.
Die bisher unterschiedlichen Räume - Vorplatz der Grugahalle, Eingangsbereich des Grugaparks und der benachbarte Parkplatz - werden somit zu einem repräsentativen und verkehrsberuhigten Raum verbunden. Die Funktionen der einzelnen Bereiche bleiben unverändert.
 
Die Arbeit besteht aus einem Plan (Längsformat, DIN A0, erstellt mit AutoCAD 2000, von Hand ergänzt und koloriert), einem Arbeitsmodell und einem Textteil (15 Textseiten, 30 Pläne DIN A4, 1 Plan DIN A3, 20 Bestandsbilder und 6 Tabellen im Anhang).


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