Marketa Kolarova, Dipl.-Ing.(FH) Ing.
Diplomingenieurin Landschaftsarchitektur, freie Objektplanerin und Fachjournalistin


Projekt "Essen - Freisenbruch"
Gartenstädtische Siedlung 'Im Felde'

Grünplanung II / Städtebau II - WS 2001/2002
- zweiter Teil einer Projektarbeit, Studiengang: Landschaftsarchitektur (FH), Universität Essen
Betreuung: Prof. Dipl.-Ing. H. Riese und Prof. Dipl.-Ing. Kl. John


Der städtebauliche Entwurf der gartenstädtischen Siedlung 'Im Felde' knüpft an das im Vorfeld aufgestellte Konzept sowie den städtebaulichen Rahmenplan des Stadtteiles Essen - Freisenbruch an. Weitere Hilfestellung bei Entwurfsentscheidungen leistete die sektoral und detailliert ausgearbeitete Bestandsaufnahme.

Das im Flächennutzungsplan der Stadt Essen (FNP 09. 1994) als Wohnbaufläche ausgewiesene Gelände grenzt unmittelbar an den erweiterten regionalen Grünzug C und erhält somit eine besondere Attraktivität. Aus der westlichen Richtung lehnt sich ein innerstädtischer Grünzug an die in der Nähe des Planungsgebietes gelegene Straße Sachsenring. Das Verbinden beider Grünzüge wurde im nördlichen Bereich des Planungsgebietes durch einen grünen Keil mit eingelagerten Kleingärten verwirklicht.

 
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Das Grün spielt auch innerhalb der Siedlung eine tragende Rolle. Die Natur wird hier nicht vom Bau zerschlagen, sondern schlägt selbst in Form grüner Blitze in die ordentliche Siedlung ein. So entsteht Unordnung: vier Bereiche mit unterschiedlicher Ausrichtung zueinander, doch mit subtiler Anlehnung an vorhandene Bau- und Verkehrsstrukturen des Stadtteiles.
Durch eine zentrale Grünachse (mit der neben ihr teils parallel verlaufenden Haupterschließung) und mehrere Seitenstraßen (Anlieger- und Wohnstraßen) werden die vier Siedlungsbereiche in weitere Wohnstrukturen - Dörfer - unterteilt.
 
< Grünordnungskonzept
Die gartenstädtische Siedlung 'Im Felde' soll für ihre Bewohner ein Wohnquartier sein, mit dem sie sich identifizieren können. Die Lage der Baugrundstücke ist prädisponiert für eine abgeschirmte ruhige Bebauung mit Ausblick in die letzten Stücke der freien Ruhrgebietslandschaft. Die Siedlung erhält einen Namen und die Bewohner eine Zugehörigkeit. Es werden im gleichen Verhältnis Eigentums- und Mietwohnungen in insgesamt fünf Arten von Häusern ähnlicher
Gebäudetypologie angeboten. Aus den örtlichen Bedürfnissen und der aktuellen Situation ist der Anteil der öffentlich zu fördernden Wohnungen zu ermitteln. Diesem ist die Wahl der Bauträger unterzuordnen.
 
Die Straßenbäume der Siedlung haben nicht nur ökologische Verbindungsfunktion, sie markieren auch wichtige Verkehrswege und verleihen ihnen ein unverkennbares Aussehen. Alle Teile des Systemes der Straßenbäume haben ihre Bedeutung, die im Texteil der Arbeit ausführlich erläutert wird. Das flächige Grün der Siedlung 'Im Felde' ist den Kategorien Private Grünflächen (Eigentums- und Mietgärten) und Gemeinschaftsgrünflächen (grüne Blitze mit Mulden-Rigolen-System für Regenwasserversickerung) zuzuordnen.

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Die gartenstädtische Siedlung 'Im Felde' soll ein sozial- und umweltgerechter Ort zum Wohnen sein.
Sie zeichnet sich durch Variabilität ihrer Einzelteile aus, so dass eine Identifikation der Anwohner mit ihren Wohnungen und Straßen ermöglicht wird, und doch bleibt die Siedlung ein Ganzes.
Kinderfreundliche und erlebnisreiche naturnahe Grünflächen wechseln sich mit der Wohnbebauung ab und sorgen für ökologischen Ausgleich.
 
Die Arbeit besteht aus zwei Plänen (Längsformat, DIN A0, erstellt mit AutoCAD 2000 und ArcView 3.1, mit Handzeichnungen, koloriert mit Copics), einem Modell und einem Textteil mit 20 Seiten (einschl. 9 Bilder) und 5 dem Textteil eingefügten Zeichnungen (DIN A3 +). Im textlichen Teil der Arbeit werden Erläuterungen zum städtebaulichen und grünplanerischen Entwurf aufgeführt sowie die wichtigsten städtebaulichen Daten ermittelt.


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